Die zentralen Verarbeitungen werden direkt auf dem Logikrechner
ausgeführt. Die Vorteile sind, dass Sie die Verarbeitungen mit allen
Browsern nützen können, auch mit solchen, die keine Java-Unterstützung
bieten oder die überhaupt textbasiert sind. Zudem bleibt die übertragene
Datenmenge gering und wird Ihr Computer mit keinerlei Rechenarbeit belastet.
Der Nachteil liegt darin, dass Sie während des Verwendens der zentralen
Verarbeitungen eine andauernde Verbindung zum Internet haben müssen.
Folgende zentralen Verarbeitungsaufträge nimmt der Logikrechner
entgegen:
- detaillierte Wahrheitstabelle -
eine Wahrheitstabelle für die eingegebene Aussage wird
ausgegeben, wobei der Wahrheitswertverlauf für jedes
zweistellige Konnektiv angezeigt wird. Der Wahrheitswertverlauf
des Hauptkonnektivs wird durch Sterne hervorgehoben.
- Wahrheitstabelle (nur Ergebnis) -
eine Wahrheitstabelle für die eingegebene Aussage wird ausgegeben,
wobei nur der Wahrheitswertverlauf der ganzen Aussage ohne
Teilergebnisse angezeigt wird.
- Quine-McCluskey-Optimierung -
der Ausdruck wird einer Optimierung nach Quine-McCluskey unterzogen
- Ausdrucksoptimierung -
Die Aussage wird symbolisch optimiert. Beachten Sie bitte, dass
diese Verarbeitung dann am besten funktioniert, wenn die Aussage
zuvor in eine disjunktive Normalform umgewandelt wurde.
- Intuitionistische Gültigkeit -
Es wird geprüft, ob die Aussage intuitionistisch gültig ist.
Diese Verarbeitungsart unterstützt keine Aussagen, die Bikonditionale
enthalten.
- Tautologieprüfung -
Es wird geprüft, ob die Aussage eine Tautologie, d.h. in
jeder möglichen Welt wahr ist.
- Ausdrucksbaum (als Grafik) -
Es wird der Syntaxbaum der eingegebenen Aussage grafisch dargestellt.
Diese Verarbeitung funktioniert nur dann, wenn Ihr Browser
grafikfähig ist.
- Alfa-Graf nach Peirce (als Grafik) -
Es wird für die eingegebene Aussage ein Alfa-Graf nach
Peirce ausgegeben. Diese Verarbeitung funktioniert nur
dann, wenn Ihr Browser grafikfähig ist.
Zur Notation selbst: Peirce schreibt Konjunkte ohne
verbindendes Zeichen unmittelbar nebeneinander. Ein
Ausdruck wird verneint, indem er von einem geschlossenen
Linienzug umgeben wird. Alle übrigen Konnektive werden
auf Konjunktion und Negation zurückgeführt, sodass z.B.
das Konditional P->Q als
dargestellt wird. Gelesen wird dieses Konditional als
"P scrolls Q", "P ringelt Q ein".
Weiterführende
Informationen zur Notation Peirces und den dazugehörigen
Umformungsregeln findet sich z.B. in der
Stanfort
Encyclopaedia of Philosopy.
- Begriffsschriftnotation nach Frege (als Grafik) -
Die eingegebene Aussage wird in der von Gottlob Frege
1879 in seiner "Begriffsschrift" eingeführten Notation
angezeigt. Diese Verarbeitung funktioniert nur dann,
wenn Ihr Browser grafikfähig ist.
Zur Notation selbst: Das Konditional P->Q
schreibt Frege als
,
die Verneinung als
.
Die übrigen werden auf diese beiden Konnektive zurückgeführt.
Eine ausführlichere
Beschreibung findet sich online in einem Text von
Stanley N.
Burris.
- Ausdrucksbaum (als Text) -
Es wird der Syntaxbaum der eingegebenen Aussage als Text dargestellt.
Diese Verarbeitung funktioniert auch dann, wenn Ihr Browser
nicht grafikfähig ist.
- Alfa-Graf nach Peirce (als Text) -
Es wird für die eingegebene Aussage ein Alfa-Graf nach
Peirce ausgegeben.
- Negationen nach innen - Die Aussage wird so
umgeformt, dass nur Aussagevariablen, aber keine
komplexen Ausdrücke negiert werden.
- Disjunktive Normalform (DNF) -
eine disjunktive Normalform der eingegebenen Aussage wird
gebildet. Eine DNF eines Satzes ist eine Disjunktion von
Konjunktionen verneinter oder nicht verneinter Satzbuchstaben,
deren Wahrheitswertverlauf mit dem des ursprünglichen Satzes
identisch ist.
- Kanonische DNF (KDNF) -
die kanonische DNF der eingegebenen Aussage wird gebildet.
Die KDNF eines Satzes ist diejenige DNF des Satzes, bei der
jede Konjunktion jede im ursprünglichen Satz vorkommende
Aussagevariable genau einmal enthält.
- Konjunktive Normalform (KNF) -
eine konjunktive Normalform der eingegebenen Aussage wird
gebildet. Eine KNF eines Satzes ist eine Konjunktion
von Disjunktionen verneinter oder nicht verneinter
Satzbuchstaben, deren Wahrheitswertverlauf mit dem des
ursprünglichen Satzes identisch ist.
- Kanonische KNF (KKNF) -
die kanonische KNF der eingegebenen Aussage wird gebildet.
Die KKNF eines Satzes ist diejenige KNF des Satzes, bei
der jede Disjunktion jede im ursprünglichen Satz vorkommende
Aussagevariable genau einmal enthält.
- Theorem herleiten -
Wenn die eingegebene Aussage ein Theorem ist, wird sie in
einem Kalkül des natürlichen Schließens hergeleitet und wird
die Herleitung ausgegeben.
- Konditionale eliminieren -
Die Aussage wird so umgeformt, dass sie keine Konditionale mehr
enthält.
- Polnische Notation -
Die Aussage wird in polnischer Notation angezeigt.
© Christian Gottschall / gottschall@gmx.de / 2012-03-31 01:19:53