- ... betrachtet.2.1
-
Für eine exakte Definition bitte ich die Leserin, auf
Kapitel 4.1
(Seite
) zu warten.
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- ... Schließen3.1
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Kalküle des natürlichen Schließens sind auch als ,,Gentzen style
calculi`` oder ,,Jaskowsky style calculi`` bekannt; Gerhard Gentzen
und Stanisaw Jaskowsky erfanden unabhängig voneinander diese
Art von Kalkülen und publizierten ihre Arbeiten 1934. Jan Wolenski
zufolge stammen Jaskowskys Ergebnisse allerdings bereits
aus dem Jahre 1927.
Vgl. Gerhard Gentzen: ,,Untersuchungen über das logische Schließen``,
in: Mathematische Zeitschrift 39, 1934-1935, nachgedruckt in:
Karel Berka/Lothar Kreiser: Logik-Texte. Kommentierte Auswahl zur
Geschichte der modernen Logik, Berlin: Akademie
1986;
Stanisaw Jaskowsky: ,,On the Rules of Suppositions in Formal
Logic``, Warschau: 1934.
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- ... Oder)3.2
- Achtung:
Der senkrechte Strich, ,,
``, wird häufiger für den
Sheffer-Operator (,,NAND``) verwendet.
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- ... ,,Tilde``3.3
- Das Zeichen ,,
``
heißt ,,Tilde``.
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- ...
Bedingung``)3.4
- Das Konditional wird auch ,,materiale
Implikation`` genannt und wird allzu oft als ,,impliziert``
gelesen. Diese Lesart ist nicht wirklich korrekt.
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- ... dann``)3.5
- Das Bikonditional wird oft als
Äquivalenz gelesen, was zumindest ungenau ist.
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- ...
3.6
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Die griechischen Buchstaben
(Phi) und
(Psi) gehören nicht zu unserer logischen
Sprache: Wir verwenden sie, um über die logische
Sprache zu sprechen; damit sind sie Teil der Metasprache
(vgl. Seite
).
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- ... Satz.3.7
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Ob man diese Regel verwendet, ist eine Frage der individuellen
Metaphysik.
Wenn man den konstruktivistischen Standpunkt vertritt, dass
die Regeln etwas erzeugen, das es vorher nicht gegeben hat
- nämlich Sätze -, dann
ist Regel 3.3 überflüssig. Vertritt man die
platonistische Ansicht, dass von den Dingen, die selbständig
existieren, bestimmte als Sätze ausgezeichnet werden, dann ist
die Regel unbedingt erforderlich.
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- ...Peano-Russell-Notation3.8
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So benannt nach dem italienischen Mathematiker Giuseppe Peano und dem
englischen Philosophen Bertrand Russell, die die Konnektive in ihrer
hier verwendeten Gestalt einführten.
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- ... Jan3.9
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Zurückverfolgen lässt sich die polnische Notation bis in die
frühen 20-er Jahre, während derer Leon Chwistek und Jan ukasiewicz
sie unabhängig voneinander erfanden.
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- ...3.10
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Unglücklicherweise wird das Wort ,,Disjunktion`` im Rahmen der
polnischen Notation anders verwendet: Es bezeichnet dort das
ausschließende Oder.
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- ...
jedenfalls.3.11
- Dieser
Satz stammt nicht von Hegel und sichert mir mit hoher Wahrscheinlichkeit
einen Platz in der Reihe der tiefgründigen Philosophen.
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- ....3.12
- Diese
Behauptung ist eine Formulierung des Deduktionstheorems, das
in diesem Text nicht bewiesen wird. Die Gültigkeit des Deduktionstheorem
wurde 1930 von Jaques Herbrand nachgewiesen.
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- ... Satz3.13
- Das Wort Satz
ist an dieser Stelle nicht ganz korrekt bzw. im Sinn eines natürlichsprachlichen
Satzes gemeint; richtig wäre Prädikat. Damit werden wir uns aber erst an
späterer Stelle auseinandersetzen.
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- ... veritate3.14
-
Eadem sunt, quorum unum potest substitui alteri salva veritate
(Leibniz): Dieselben sind, deren eines für das andere eingesetzt
werden kann, ohne dass darunter die Wahrheit [einer Aussage] leidet, [in
der diese Ersetzung vorgenommen wird].
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- ... haben.4.2
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vgl. Benson Mates a.a.O. (siehe Fußnote 1,
Seite
)
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- ... Peirce4.3
-
Die Tatsache, dass Peirce es war, der die Idee hatte, aussagenlogische
Konnektive durch elektrische Schaltungen auszudrücken, und der damit den
Weg für den Computer ebnete, verdient Beachtung. Ausgeführt wurde die
Idee durch Peirces Schüler Allan Marquand (1853-1924).
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- ...NAND.4.4
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NAND- und NOR-Schaltungen spielen in der Schaltungstechnik aus
Gründen, die Kapitel 4.1.4
(Seite
)
enthüllen wird, eine dominierende Rolle.
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- ...
bekannt.4.5
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nach Gilbert S. Vernam (1890-1960), einem Angestellten von AT&T,
der 1917 den ersten Fernschreiber-Chiffrierzusatz nach Konnektiv
baute (US-Patent 1.310.719).
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- ...
4.6
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Unsere Formationsregeln erfordern es, dass man jede Disjunktion klammert.
Da
und
gilt, ist es
gleichgültig, wie wir die Disjunktionen klammern.
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- ....4.7
- Wer mir nicht glaubt, wird ersucht, die Wahrheitstabelle von
und die von
zu vergleichen oder die
beiden Argumente
und
herzuleiten.
Die Feststellung, dass diese beiden Argumente gültig sind, ist
als Satz von De Morgan bekannt (nach dem englischen Mathematiker
Augustus De Morgan, 1806-1871).
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- ...Aussagenlogik4.8
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zum Nachweis der semantischen Gültigkeit eines prädikatenlogischen
Arguments vgl. Kapitel 4.7
(Seite
).
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- ... sein.4.10
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Es gibt Logiken, die den Umgang mit einem leeren
Diskursuniversum gestatten (z.B.
freie Logik,
siehe K. Lambert: ,,On the philosophical foundations of free
logic``, Inquiry 24, Seite 147 ff. oder
Lothar Kreiser/Siegfried Gottwald/Werner Stelzner:
Nichtklassische Logik, Berlin: Akademie
1990,
Seite 353 ff.).
Da sie methodisch komplizierter und zudem weniger verbreitet sind,
wären sie in einem Einführungsskriptum fehl am Platz.
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- ....4.11
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Die spitzen Klammern deuten an, dass es sich um ein geordnetes
Paar handelt. Ein geordnetes Paar ist einer Menge ähnlich, jedoch
ist in einer Menge die Reihenfolge der Elemente gleichgültig,
in einem geordneten Paar nicht. Mit anderen Worten, die
Mengen
Wien, Stixneusiedl
und
Stixneusiedl, Wien
sind identisch; die Paare
Wien, Stixneusiedl
und
Stixneusiedl, Wien
sind unterschiedliche Paare.
In der Tat ist die einzige Forderung, die man an ein Paar stellt,
folgende:
Obwohl in einer Menge die Reihenfolge der Elemente gleichgültig
ist, lässt sich das geordnete Paar auf eine Menge zurückführen:
Die Menge
erfüllt die vorher genannte Anforderung
und ist damit eine adäquate Formulierung des geordneten Paars.
Wer Lust dazu hat, möge versuchen, das zu beweisen.
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- ... Anfang.4.12
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Eine völlig zufriedenstellende Definition findet sich z.B. in
Benson Mates:
Elementare Logik. Prädikatenlogik der ersten Stufe,
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht
1978 (=Moderne Mathematik in
elementarer Darstellung 9), Seite 85, Punkte 8 und 9.
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- ... Jahrhunderts4.13
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Gottlob Frege: ,,Funktion und Begriff``, Vortrag, gehalten in der
Sitzung vom 9.1.1891 der Jenaischen Gesellschaft für Medizin
und Naturwissenschaft, abgedruckt in Gottlob Frege:
Funktion, Begriff, Bedeutung, Göttingen: Vandenhoeck &
Ruprecht
1986 (=Kleine Vandenhoeck-Reihe 1144) und in
Karel Berka/Lothar Kreiser: Logik-Texte. Kommentierte Auswahl zur
Geschichte der modernen Logik, Berlin: Akademie
1986.
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- ... übersetzen.4.14
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Unpräzise Quantoren und Prädikate behandelt die Unpräzise
Logik (engl. fuzzy logic); vgl. Lotfi Zadeh: ,,Fuzzy sets``, in:
Information and Control 8, Seite 338 ff.
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- ... vor.4.15
-
vgl. Willard Van Orman Quine: Wort und Gegenstand,
Stuttgart: Reclam 1980 (=Universal-Bibliothek 9987),
insbesondere Seite 314 ff.
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- ... Denoting5.1
-
Es handelt sich dabei um einen Aufsatz aus dem Jahr 1905, der in deutscher
Sprache in Betrand Russell: Philosophische und politische Aufsätze,
Stuttgart: Reclam 1971 (=Universal-Bibliothek 7970) abgedruckt ist.
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- ... gekommen5.2
- vgl. Kapitel 4.9.3,
Seite
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- ... lautet.5.3
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Die Argumentation Russells ist eine Spur subtiler als meine Erörterung.
Für eine vollständige Darstellung verweise ich auf Russell a.a.O.
(siehe Fußnote 1,
Seite
).
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- ... ist``5.4
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Russell a.a.O.
(siehe Fußnote 1,
Seite
)
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- ... beweisen.5.5
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Der Beweis für das Argument
ist sehr kurz:
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(1) |
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- ... Bedeutung5.6
-
in: Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik,
NF 100, 1892, Seite 25 ff,
abgedruckt z.B. in Karel Berka/Lothar Kreiser: Logik-Texte.
Kommentierte Auswahl zur Geschichte der modernen Logik,
Berlin: Akademie
1986, Seite 423 ff.
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- ... ausschlaggebend.5.7
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Diese Aussage gilt dann uneingeschränkt, wenn der Name transparent
(,,in seiner geraden Bedeutung``) vorkommt. In einem opaken Kontext
(unter Anführungszeichen oder in indirekter Rede) ändert ein Name
seine Bedeutung
. Für nähere Informationen verweise ich auf die
Originalarbeit (siehe Fußnote 6,
Seite
).
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- ... sind.5.8
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Dies wird sehr überzeugend dargelegt in Alonzo Church:
Introduction to Mathematical Logic. Volume I,
Princeton, New Jersey: 1956,
1970 (=Princeton Mathematical
Series 17), Chapter 0, Seite 25 ff.
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- ... existieren.5.9
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Zu diesem Thema möchte ich mich nicht weiter ausbreiten, weil es nicht
ins Gebiet der Logik, sondern der Metaphysik fällt. Ich möchte
den Leser lediglich darauf hinweisen, dass die U-Bahn-Züge, die ihn
zur Universität bringen, von einem Computerprogramm gesteuert werden,
das physikalisch gesehen genauso wenig existiert wie die Sinne
von Sätzen. Die Tatsache, dass er dennoch stets heil am Ziel seiner
Fahrt angelangt ist, möge ihn dem Fregeschen Sinn gewogen stimmen.
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- ... Bedeutung5.10
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siehe Fußnote 6
(Seite
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- ....5.11
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vgl. Benson Mates: Stoic Logic, Berkeley: University of
California Press 1953 (=University of California Publications in
Philosophy 26), Seite 11 ff.
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- ... Carnaps5.12
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Rudolf Carnap: Meaning and Necessity. A Study in Semantics and
Modal Logic, Chicago: University of Chicago Press 1956, reprint
Midway 1988
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