Lange bemühte sich die Philosophie um die Klärung der Frage, was es denn mit dem Begriff ,,Begriff`` auf sich habe. Die Antwort auf diese Frage lieferte der deutsche Philosoph und Mathematiker Gottlob Frege am Ende des vorigen Jahrhunderts4.13.
Betrachten wir zur Erklärung Abbildung 4.4
(Seite
).
Sie zeigt ein übersichtliches Diskursuniversum.
Widmen wir uns weiters dem Begriff ,,Mensch``. Einige der oben stehenden
Dinge fallen unter diesen Begriff, andere nicht. Wir können die Dinge,
die unter den Begriff ,,Mensch`` fallen, optisch hervorheben, indem
wir eine geschlossene Linie um sie herum ziehen, wie das in
Abbildung 4.5 (Seite
)
geschehen ist.
Alle Dinge innerhalb der neuen Linie fallen unter den Begriff ,,Mensch``, alle Dinge außerhalb der Linie nicht. Die Linie ist damit eine Abgrenzung der Dinge, die Menschen sind, von den Dingen, die keine Menschen sind. Das lateinische Wort für Abgrenzung oder Grenze lautet terminus - daher rührt das Fremdwort ,,Terminus`` als Synonym für das Wort ,,Begriff``.
Die Dinge innerhalb der Grenzlinie nennt man den
Umfang
des Begriffes ,,Mensch``. Ein Begriffsumfang ist nichts anderes
als die Extension eines einstelligen Prädikats gemäß
Kapitel 4.6.3
(Seite
). Es besteht daher
einiger Grund, der Idee Freges zu folgen.
Umgekehrt bildet auch jedes einstellige Prädikat einen Begriff.