Das Prinzip der Substitution salva veritate ist nach Russell vollkommen korrekt. Das Problem resultiert aus einer falschen Analyse: Die Kennzeichnung ,,der Autor von Waverley`` wurde fälschlicherweise als Eigenname behandelt. Korrekt müssten die Prämissen wie folgt übersetzt werden:
| (1) | Es gibt genau ein Ding, das Autor von ,,Waverley`` ist, und dieses Ding ist mit Scott identisch. |
| (2) | George IV. wollte wissen, ob folgendes der Fall ist: Es gibt genau ein Ding, das Autor von ,,Waverley`` ist, und dieses Ding ist mit Scott identisch. |
Aus diesen beiden Prämissen folgt die fehlerhafte Konklusion ,,George IV. wollte wissen, ob Scott Scott ist, nicht. Das vermeintliche Problem der Substitution salva veritate ist gelöst, indem gezeigt ist, dass es nichts zu substituieren gibt - die Prämissen beinhalten überhaupt keine Identitätsaussage.