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Semantik des Konditionals

\framebox{
\parbox[t]{12cm}
{
Der Satz $\varphi\rightarrow\psi$\ ist genau da...
... ist. In jedem anderen Fall ist
$\varphi\rightarrow\psi$\ wahr.\footnotemark }}

Der Wahrheitswertverlauf des Konditionals ist auf den ersten Blick vielleicht etwas überraschend. Es ist allerdings nicht schwer, seinen Sinn zu verstehen, wenn man einerseits vor Augen hat, dass das Konditional die hinreichende Bedingung (und nur sie) ausdrückt und nichts mit Kausalität oder ähnlich fragwürdigen Dingen zu tun hat, und wenn man andererseits folgender Überlegung folgt:

Nehmen wir an, ich wette mit der Leserin um den Genuss eines Besens, dass es morgen regnen wird. In diesem Fall könnte ich folgende Aussage machen: ,,Wenn es (morgen) regnet, dann fresse ich einen Besen``. Wir wenden nun unser Augenmerk der Frage zu, ob ich mit meiner Aussage gelogen (die Unwahrheit gesagt) habe oder nicht. Es gibt vier Fälle zu unterscheiden:

Diese Aufstellung zeigt sehr klar: Ein Konditional ist nur dann falsch, wenn das Antecedens wahr und das Konsequens falsch ist.


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Christian Gottschall 2003-03-19