next up previous contents index
Nächste Seite: Eigentliche Eigennamen (rigid designators) Aufwärts: Semantik Vorherige Seite: Semantischer Schlussbegriff I: Aussagenlogik   Inhalt   Index

Eigennamen

Eigennamen sind sprachliche Zeichen, die die Aufgabe haben, genau ein Individuum zu bezeichnen. Eigennamen, die diese Aufgabe nicht erfüllen, sollen im Folgenden nach Gottlob Frege als Scheinnamen bezeichnet werden. Ein Scheinname ist z.B. ,,Pegasus``, denn Pegasus, das geflügelte Pferd, existiert nicht; daher ist es nicht der Fall, dass das Zeichen ,,Pegasus`` genau ein Individuum bezeichnet.

Die Beziehung, die zwischen einem Namen und dem Gegenstand besteht, den dieser Name bezeichnet, heißt wenig überraschend Namensbeziehung oder Namensrelation. Eine Namensbeziehung besteht z.B. zwischen dem Namen ,,Sokrates`` und einem bekannten griechischen Philosophen.

Die Annahme, dass an einer Namensrelation nur zwei Komponenten beteiligt sind, nämlich der Name und das Benannte, ist jedoch eine - wahrscheinlich unzulässige - Vereinfachung, die zu vielen Problemen führt. Dieses Thema wird in Kapitel 5.3 (Seite [*]) näher behandelt.

Es lassen sich verschiedene Arten von Eigennamen unterscheiden.



Unterabschnitte

Christian Gottschall 2003-03-19